Mit seinen weißen Blütenwolken verleiht Schleierkraut dem Garten eine märchenhafte Note. Viel Freude bereitet die Staude im romantischen Bauerngarten, als sommerliche Bienenweide, herrlicher Bodendecker oder malerische Vasen- und Trockenblume. Lesen Sie hier die besten Tipps für die Pflanzung und Pflege von Schleierkraut (Gypsophila paniculata) in Ihrem grünen Reich. Auf geht’s!
Das Beitragsbild ist von Thayne Tuason – CC BY-NC 2.0
Kurzfassung
Pflanzen Sie Schleierkraut im Frühling oder Herbst an einen sonnigen Standort mit gut durchlässiger, lehmig-sandiger Erde. Der richtige Pflanzabstand beträgt 60-80 cm. Gießen bei Trockenheit und ein Rückschnitt um die Hälfte nach dem ersten Blütenflor sind die einzige Sommerpflege. Eine Abdeckung aus Reisig dient als Nässeschutz im Winter. Im Frühjahr schneiden Sie die Staude bodeneben ab und verabreichen eine Startdüngung. Einfachste Vermehrung sind Selbstaussaat und Teilung. Schöne Schleierkraut- Sorten sind ‚Rosenschleier‘, ‚Schneeflocke‘ und ‚Bristol Fairy‘.

Bild von onnola – CC BY-SA 2.0
Schleierkraut Steckbrief
Schleierkraut pflanzen: Tipps & Tricks

Bester Standort für Schleierkraut im Beet
Die Standortwahl ist einfach: Schleierkraut wünscht sich einen sonnigen, windgeschützten Standort. Pralle Sonne macht der Staude nichts aus.
Optimaler Boden für Rispiges Schleierkraut
Am liebsten streckt Schleierkraut sein tiefreichenden Wurzeln aus im locker-durchlässigen, mageren Boden, der gerne kalkhaltig und sandig-trocken sein darf. Einmal gut angewachsen, kommt die perfekt Klimawandel-angepasste Staude auch längere Zeit ohne Wasser aus. Staunässe verträgt die märchenhafte Blütenschönheit überhaupt nicht. Schwere Gartenerde verbessern Sie am besten mit Sand und Splitt, damit sich fatale Wurzelfäule erst gar nicht bilden kann.

Ideale Pflanzzeit für Gypsophila paniculata
Beste Pflanzzeit für Schleierkraut ist im Frühjahr und Herbst. Getopfte Jungpflanzen können Sie zu jeder Jahreszeit pflanzen, solange der Boden nicht gefroren, knochentrocken oder überschwemmt ist.
Perfekter Pflanzabstand für Schleierkraut im Garten
Am schönsten kommt Schleierkraut als 3-er und 5-er Gruppe zur Geltung mit einem Pflanzabstand von 60 cm bis 80 cm. Je m² setzen Sie 3 Exemplare. Im Abstand von etwa 75 cm pflanzen Sie die fluffige Staude zu Pflanzpartnern, wie Lavendel und Phlox. In Kombination mit anderen Bodendeckern, wie Blaukissen (Aubrieta) im Steingarten und Enzian (Gentiana) im Alpinum verkürzt sich der Pflanzabstand um mindestens die Hälfte.

Schleierkraut Pflanz-Tipps

Vor der Pflanzung stellt man die Wurzelballen mit Topf in Wasser (10 Minuten reichen normalerweise).

Derweil wird der Gartenboden spatentief gelockert, Steine und Unkraut werden entfernt.

Ein Pflanzloch für Schleierkraut hat das doppelte Volumen des Wurzelballens und erhält eine Drainage aus Sand oder Blähton (gibt’s günstig bei Amazon).

Setzen Sie ein ausgetopftes, wassergetränktes Schleierkraut mit torffreier Blumenerde ins Pflanzloch, drücken die Erde an und gießen durchdringend.

Grüner-Daumen-Tipp: Wenn Sie für die Pflanzung von Schleierkraut niederknien, sollten Ihre Knie auf einer gepolsterten Kniebank landen und nicht auf dem blanken Gartenboden. Seitliche Griffe erleichtern das Aufstehen und Hinknien. Umgedreht wird die gepolsterte Kniebank zur gepolsterten Bank zum Ausruhen und für sitzende Gartenarbeiten. Hoch bewertet und oft gekauft bei Amazon ist die Relaxdays Kniebank mit 2 Werkzeugtaschen.
Schleierkraut richtig pflegen
Am richtigen Standort ist Schleierkraut sehr pflegeleicht. Gießen bei längerer Trockenheit und eine Startdüngung im März sind die wichtigsten Pflegemaßnahmen. Schneiden Sie die Staude nach dem ersten Blütenflor zeitnah um die Hälfte zurück, dürfen Sie sich über eine Nachblüte im Spätsommer freuen. Ein Schleierkraut in voller Blüte ist für eine Staudenstütze dankbar (gibt’s günstig bei Amazon). Winterschutz ist nicht erforderlich, denn Schleierkraut ist winterhart bis -34° Celsius. Eine Abdeckung aus Reisig ist dennoch empfehlenswert als Nässeschutz. Im zeitigen Frühjahr schneiden Sie die Staude bodeneben zurück. Einfachste Vermehrungsmethode ist die Selbstaussaat, zu der freilich nur die reine Art Gypsophila paniculata befähigt ist. Hybriden sind steril und bilden keine Samen. In diesem Fall rückt die Teilung als Vermehrung in den Fokus.
Schöne Schleierkraut Sorten für den Garten

Schleierkraut ‚Rosenschleier‘ breitet sich kissenförmig aus im Beet und auf Mauerkronen. Wunderschön anzusehen sind die hell-rosa Blütenwolken im Sommer, die das lineale Laub nahezu vollständig überdecken. Erhältlich ist die Premium-Sorte ‚Rosenschleier‘ als vorgezogene Pflanze nahezu ganzjährig und in Baumschulqualität bei Amazon.

Rispiges Schleierkraut ‚Schneeflocke‘ hält, was der Name verspricht. Von Juni bis September verzaubert die Staude mit blütenweißen, fluffigen Wolken aus ungezählten Einzelblüten. Sehr beliebt ist die Sorte auch als Vasenschmuck und in der Floristik für romantische Brautsträuße, Gestecke und Trockenblumenkreationen.

Bild von Leonora (Ellie) Enking – CC BY-SA 2.0
Schleierkraut ‚Bristol Fairy‘ vereint anmutige Blütenpracht mit majestätischer Gestalt. Im Garten müssen sich andere Pflanzen schon sehr anstrengen, wenn sie ebenso wahrgenommen werden möchten, wie ‚Bristol Fairy‘.
Quellen: Wikipedia.org, Rispiges Gipskraut und Baumschule-Horstmann.de, Rispiges Schleierkraut und Bio-Gaertner.de, Schleierkraut und Bienennutzgarten.de, Schleierkraut, rispiges und Baldur-Garten.at, Hohes Schleierkraut
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