Mit riesigen Blütenköpfen entfacht die Schmucklilie ein sommerliches Feuerwerk auf dem Balkon, der Terrasse und im Beet. Von Natur aus ist die südafrikanische Blume mehrjährig und könnte jedes Jahr aufs Neue erblühen, wäre da nicht die Frage nach der Winterhärte. In diesem Ratgeber lesen Sie die Antwort mit den besten Tipps für eine erfolgreiche Überwinterung von Schmucklilien als Kübelpflanze und ausgepflanzt im Beet. Auf geht’s!
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Kurzfassung
Immergrüne Schmucklilien sind nicht winterhart. Im Garten ausgepflanzte, laubabwerfende Schmucklilien sind bedingt winterhart in trockener Erde mit Schutz bis -15° Celsius, im nassen Boden bis -3° Celsius. Ab August werden Schmucklilien nicht mehr gedüngt und schrittweise sparsamer gegossen, bis sie fast trocken stehen. Immergrüne Agapanthus überwintern hell und kühl bei 0° bis +7° Celsius, sommergrüne Sorten können im Winterquartier auch dunkel stehen. Schmucklilien im Beet schneiden Sie nach dem ersten Frost bodeneben ab und bedecken die Wurzelscheibe möglichst hoch mit Laub oder Stroh und Nadelreisig.

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Schmucklilie Steckbrief

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Sind Schmucklilien winterhart?
Immergrüne Schmucklilien sind nicht winterhart. Hierbei handelt es sich überwiegend mit Sorten der Arten Agapanthus africanus und Agapanthus praecox. Sommergrüne Schmucklilien sind bedingt winterhart, denn sie verlieren im Winter ihre Blätter. Es überwintert die Knolle als Überdauerungsorgan. Aus diesem Grund vertragen im Garten ausgepflanzte Sorten der Arten Agapanthus campanulatus und Agapanthua inapertus leichten bis mäßigen Frost. Am idealen Standort mit trockener Erde und Winterschutz tolerieren diese Schmucklilien Temperaturen bis -15° Celsius. In nassem Gartenboden ertragen laubabwerfende Schmucklilien trotz Winterschutz nur Temperaturen bis knapp unter dem Gefrierpunkt, meist -1° bis -3° Celsius. Als Kübelpflanze sind auch laubabwerfende Schmucklilien nicht winterhart.

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Wie überwintern laubabwerfende Schmucklilien ausgepflanzt im Garten?
Zählt die Schmucklilie zu den blatteinziehenden Sorten, ist sie von Natur aus deutlich robuster beschaffen. Im geschützten Kleinklima eines Hausgartens ist eine Überwinterung im Freiland durchaus denkbar, vergleichbar mit Garten-Montbretien und Gladiolen. So kann die Überwinterung im Beet gelingen:

Ab August die Schmucklilien nicht mehr düngen und schrittweise weniger gießen.

Nach dem ersten Frost die abgestorbenen Blätter abschneiden und die Wurzelscheibe hoch bedecken mit Laub oder Stroh oder Wintervlies und mehreren Lagen Fichtenreisig. Folie ist ungeeignet, weil sich darunter Feuchtigkeit ansammeln und Fäulnis verursachen kann.
Schon bei der Pflanzung sollte auf einen gut durchlässigen Boden geachtet werden, in dem zu jeder Jahreszeit Wasser gut abfließen kann. Im Zweifel kann man die Gartenerde verbessern durch die Einarbeitung von Sand und gibt zusätzlich in jedes Pflanzloch eine Handvoll Blähton (gibt’s bei Amazon) als Drainage.


Grüner-Daumen-Tipp: Ein Wintervlies ist das Ass im Ärmel des Hobbygärtners für die Überwinterung ausgepflanzter Zier- und Nutzpflanzen im Allgemeinen und Schmucklilien im Besonderen. Ein gutes Wintervlies ist atmungsaktiv, reißfest und 30 g bis 50 g/m² dick und birgt nicht die Gefahr von Fäulnisbildung. Hoch bewertet und oft gekauft bei Amazon ist das HaGa-Wintervlies mit 30 g/m² und das Wintervlies der Marke GardenFlora mit 50 g/m².
Wie kann man laubabwerfende und immergrüne Schmucklilien im Kübel überwintern?
Die Vorbereitung für die Überwinterung von sommergrünen und immergrünen Schmucklilien beginnt bereits im August, indem Sie die Wasser- und Nährstoffversorgung herunterfahren. Je länger die Kübelpflanzen draußen bleiben, desto besser für die nächstjährige Blüte. So überwintern Sie Schmucklilien im Kübel richtig:




Ab Mitte/Ende August nicht mehr düngen und sparsamer gießen.




Verwelkte Blätter und Stängel abschneiden, immergrünes Laub stehen lassen.


Einräumen nach der ersten frostigen Nacht um 0° Celsius.




Das ideale Winterquartier für immergrüne Schmucklilien ist hell, frostfrei und kühl bei 0° Celsius bis +7° Celsius; sommergrüne Schmucklilien können auch dunkel und frostfrei überwintern.



Von November bis März schlückchenweise gießen, nicht düngen, Blätter regelmäßig besprühen mit kalkfreiem Wasser.
Eine warme oder dunkle Überwinterung wird von immergrünen Agapanthus mit dem Ausfall der Blütezeit quittiert. Ab April gießen Sie parallel zum Austrieb und Wachstum häufiger und geben wieder regelmäßig einen Flüssigdünger (gibt’s günstig bei Amazon) ins Gießwasser.


Grüner-Daumen-Tipp: Ein Minimum-Maximum-Thermometer zeigt auf Knopfdruck am nächsten Morgen die nächtliche Tiefsttemperatur an. Mit dieser Information können Hobbygärtner besser entscheiden, ob und wann eine Schmucklilie ins Freie darf. Bei Amazon hoch bewertet und oft gekauft ist das digitale Min Max Thermometer der Marke Thermometer World.


Wann dürfen Schmucklilien ins Freie?
Der Umzug von Schmucklilien ins Freie verläuft für alle Sorten nach dem gleichen Prozedere: Zur Förderung für ein vitales Blattwachstum und kräftige Blütenstängel werden die Schmucklilien im Kübel so früh wie möglich aus dem Winterquartier ausgeräumt. Sobald ab April auch nachts keine frostigen Temperaturen zu erwarten sind, ziehen die Schmucklilien nach draußen um. Die ersten 2 bis 3 Wochen gewöhnen sich die afrikanischen Blumen am halbschattigen Standort ans Freie. Ein abrupter Wechsel vom Winterquartier in die volle Sonne kann irreversiblen Sonnenbrand verursachen. Kündigen die Meteorologen Spätfröste an, holen Sie die Kübelpflanzen über Nacht ins Haus oder decken die Pflanzen mit Wintervlies ab (gibt’s günstig bei Amazon).
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