Hätten Sie gedacht, dass die Alpenrose (Rhododendron hirsutum) auch in Ihrem Garten gedeihen kann? Dieser Steckbrief mit Bildern weiht Sie ein in wissenswerte Fakten über die beliebte Alpenpflanze von Vorkommen und Wuchshöhe bis Blütezeit und Giftigkeit. In einem Brückenschlag zur Gartenkultur beleuchten Tipps, die Standort-Vorlieben von Rhododendron Alpenrosen im üppig blühenden Garten.
Das Beitragsbild ist von Andreas auf Pixabay

RhododendronAlpenrose kommentierter Steckbrief mit Bildern
Pflanzenfamilie | Heidekrautgewächse (Ericaceae) |
Gattung | Rhododendron |
Name der Art | Bewimperte Alpenrose (Rhododendron hirsutum) |
Synonyme | Alpenrose, Almenrausch, Steinrose, Almrose |
Vorkommen | Alpen, Schwerpunkt Kalkalpen |
Standort-Präferenz | kalkhaltige, steinige Erde |
Wuchsart | immergrüner Blütenstrauch |
Wuchshöhe | 35-45 cm, selten 100 cm |
Wuchsbreite | 50-60 cm, selten 150 cm |
Blüte | glockenförmig, innen behaart |
Blütenfarbe | hellrot, rosa bis dunkelrosa |
Blütezeit | Mai bis Oktober |
Blatt | ledrig, elliptisch, bewimpert |
Giftigkeit | giftig |
Winterhärte | winterhart |
Verwechslungsgefahr | Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) |

RhododendronAlpenrose Steckbrief Kommentare
Die folgenden Kommentare werfen einen Blick hinter die sachlichen Fakten einer Alpenrose. Bilder aus den natürlichen Verbreitungsgebieten verdeutlichen die Eigenschaften von Steinrosen.

Rhododendron Alpenrose Vorkommen, Standort-Vorlieben
In den Alpen, schwerpunktmäßig den Kalkalpen, besiedeln Steinrosen die Krummholzzone bis in 2500 Metern üNN. Das ist der Übergangsbereich zwischen Waldgrenze und Baumgrenze. Hier gedeihen Alpenrosen vorzugsweise in kalkreicher, steiniger Erde, oftmals vergesellschaftet mit Zwergstrauchheiden und anderen Krummhölzern. Diese Standort-Präferenzen erlauben Rückschlüsse auf den richtigen Standort von Alpenrosen im pflegeleichten Garten.

Sonnige bis halbschattige Lage.

Windiger Standort kein Problem.

Frische bis feuchte, kalkhaltige, durchlässige Erde.

Grüner-Daumen-Zwischenfrage: Ist die Alpenrose bienenfreundlich?
Rhododendron Alpenrose Blüte, Blütezeit

An den Enden der Zweige bilden sich mehrere Blütenknospen sehr eng gedrängt mit einem 1,5 cm langen Blütenstiel. Alpenrosenblüten sind glockenförmig mit hellroten oder rosafarbenen Kronblättern und einem Durchmesser von 2 cm. Gut zu erkennen sind die Drüsenschuppen außen und Härchen innen. Alpenrosen verströmen einen intensiven Duft. Mit diesen Blüteneigenschaften und einem reichhaltigen Nektarangebot ist die Steinrose wie geschaffen für den bienenfreundlichen Garten.
Rhododendron Alpenrose Blatt
Das ledrige, immergrüne Blatt einer Alpenrose ist am Blattrand mit 1-3 mm langen Wimpernhaaren verziert. Auf diese Eigenschaft bezieht sich der Name Bewimperte Alpenrose. Außerhalb der Blütezeit schmückt das wechselständige Laub den kleinen Blütenstrauch, am richtigen Standort auch so dicht, dass Unkraut unterdrückt wird. Ein Alpenrosenblatt ist 1-3 cm lang und etwa 1,5 cm breit.

Foto von Hermann Falkner – CC BY-NC 2.0
Rhododendron Alpenrose Giftigkeit
Alle Rhododendron-Arten enthalten Andromedotoxin (Acetylandromedol) und sind giftig. Gefahr droht weniger den Menschen, als vielmehr Weidevieh und Pferden. In guter Absicht werfen Hobbygärtner Schnittgut auf die Wiese. Weidende Tiere fressen davon und erleiden heftige Vergiftungs-erscheinungen bis hin zum Atemstillstand. Im Abschnitt Giftigkeit bei Wikipedia ist nachzulesen, dass es bislang keine genauen Untersuchungen über die Bewimperte Alpenrose gibt. Die Datenbank des Instituts für Veterinärpharmakologie und -toxikologie Zürich stuft wohl deshalb Rhododendron hirsutum als ungiftige Pflanze ein.
Rhododendron Alpenrose Verwechslungsgefahr
Die Rostblättrige Alpenrose (Rhododendron ferrugineum) und die Bewimperte Alpenrose sehen sich zum Verwechseln ähnlich. Erst ein genauer Blick offenbart, dass die Blätter der Rostblättrigen Alpenrose nicht bewimpert sind. Gravierend ist der Unterschied in Bezug auf die Erde. Rostblättrige Alpenrosen bevorzugen kalkarme, saure Erde. Bewimperte Alpenrosen gedeihen am schönsten im kalkreichen Boden.
- Rostblättrige Alpenrose
Foto von Paolo Redaelli
Fazit
Die Alpenrose ist eine blühende Botschafterin der Berge, die man im Garten pflanzen kann. Weil der Blütenstrauch 35 cm bis 45 cm hoch wird, eignet er sich auch für den Vorgarten und Kübel. Die Blütezeit dauert von Mai bis in den Oktober hinein. Das freut Hummeln, Wildbienen und Schmetterlinge, die den reichlich vorhandenen Nektar ernten oder pudrigen Pollen sammeln. Außerhalb der Blütezeit übernehmen die immergrünen, ledrigen, lanzettlichen Blätter das dekorative Regiment. Mit diesen gärtnerisch interessanten Eigenschaften reiht sich die Alpenrose ein in die lange Liste prächtiger Alpenblumen, die auch im Hobbygarten gedeihen, wie das zauberhafte Alpenglöckchen, der spektakuläre Türkenbund oder der stolze Klappertopf.